… auf Änderungen: An jedem Brautkleid ist noch eine Kleinigkeit zu machen, damit es wirklich perfekt sitzt. Wichtig: Änderungen sind extra zu bezahlen. Wenn es nur um kleine Standards geht – also kürzen oder an der Hüfte und Taille anpassen – sind es je nach Aufwand Zusatzkosten von um die 100 Euro zu erwarten. Aufwändigere Arbeiten, die beispielsweise auch die Verzierung am Kleid betreffen ( z.B. Applikationen abnehmen und höher setzen ), schlagen sehr viel mehr zu Buche.

… aufs Rückgaberecht: Für den, der gekauft hat, gibt es das in aller Regel nicht. Das vielfältige Angebot verleitet Bräute immer wieder, sich nach Kaufabschluss noch einmal neu orientieren zu wollen. Doch der Gesetzgeber sagt: Rückgabe – oder Umtauschrecht besteht nur dann, wenn die Ware fehlerhaft ist. Deshalb erst entscheiden und dann kaufen!

… aufs Bauchgefühl: Die Beratung im Fachgeschäft ist wichtig. Die Meinung der Mutter oder der begleitenden Freundin sicher auch. Doch ausschlaggebend ist immer das, was eine Braut empfindet. Die richtige Robe ist also die, worin sie sich wohlfühlt.
… auf die Zeitplanung: Mindestens 6 Monate vor dem Trautermin sollte eine Braut damit beginnen, sich nach dem Kleid ihrer Träume umzuschauen. Sollte die Robe nämlich erst noch in der passenden Größe bestellt werden müssen, sind in manchen Fällen Lieferzeiten von bis zu ca. 4 Monaten einzukalkulieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 
Anhand des Brautkleides kann man den unermesslichen Reichtum ritueller und kultureller Vielfalt erkennen, der sich durch unsere, wie auch die Geschichte anderer Völker zieht. Die wenigsten wissen, dass das Brautkleid erst seit ca. 150 Jahren vorrangig in weißer Farbe üblich ist. Zuvor wurde entweder die jeweilige Tracht in der festlichen Ausführung oder ein neues Kleid, meist in dunklen und feierlichen Tönen gehalten, zur Trauung getragen.



 

 

1613 wählt Prinzessin Elisabeth von England ebenfalls ein helles Kleid. Allerdings bevorzugte sie ein Brokatkleid in Silber und strahlendem Weiß. Die beiden Hauptfarben unserer heutigen Hochzeitskleider waren manifestiert: Creme und weiß. Aber es sollten erst noch weitere 200 Jahre vergehen, bevor u.a. ein französisches Modejournal dem breiten Lesepublikum das neue Brautkleid empfahl: ein weißes Kleid mit weißem Brautschleier und Brautkranz.

Den Anstoß zum Farbwechsel von dunklen zu hellen Stoffen schreibt man verschiedenen adligen Damen zu. Eine von ihnen war Maria de Medici, die sich im Jahre 1600 mit Heinrich dem IV. vermählte. In einem Bild von Peter Paul Rubens ist ihr Hochzeitskleid dokumentiert. Es handelte sich um ein helles, eierschalenfarbenes Seidenkleid, welches mit goldenen Ornamenten bestickt war. Man sagt, mit diesem Hochzeitskleid fand der Wechsel im höfischen Modegeschmack statt.